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Wohnbedarf und -vorteil bei konkreter Bedarfsermittlung; Verhältnis Vermögensverwertung und Unterhaltsbegrenzung

18.01.12 - BUNDESGERICHTSHOF

Wohnbedarf und -vorteil bei konkreter Bedarfsermittlung; Verhältnis Vermögensverwertung und Unterhaltsbegrenzung

b) Bewohnt der Unterhaltsberechtigte nach der Scheidung weiterhin das eheliche Einfamilienhaus, geht dies im Rahmen der konkreten Bedarfsermittlung regelmäßig über seinen Wohnbedarf nach den ehelichen Lebensverhältnissen hinaus. Dieser wird bereits durch eine dem ehelichen Standard entsprechende Wohnung für eine Person gedeckt.
c) Zum Verhältnis von Vermögensverwertung nach § 1577 Abs. 1 BGB und Herabsetzung/Befristung des Unterhalts nach § 1578b BGB.

BGH, Urt. vom 18.01.2012 - XII ZR 178/09